Donnerstag

„Wir brauchen jetzt endlich Gewissheit“

Presseartikel vom 09.05.2019

Zerschlagung oder Fortführung? Die monatelange Käufersuche für die Handelskette Real geht in die entscheidende Phase. Wie die mehr als 32.000 Mitarbeiter den Poker um den Real-Verkauf erleben.


„Ist das die Ruhe vorm Sturm?“, fragt ein Real-Mitarbeiter bei Facebook. „Das ist kein Poker, es ist ein korruptes mafiöses Geschäftsgebaren“, wettert ein anderer. „Wann kommen die Verantwortlichen von Real ins Gefängnis?“, fragt gar ein Dritter.



Keine Frage, die Nerven liegen derzeit blank unter den mehr als 32.000 Beschäftigten der SB-Warenhauskette Real. Zu lange schon zieht sich der Verkaufsprozess hin. Im September 2018 hatte Olaf Koch, Chef des Real-Mutterkonzerns Metro, angekündigt, die Kette mit ihren deutschlandweit gut 280 Märkten zu veräußern. „Wir wissen, es gibt Interessenten“, sagte Koch. Zum Verkauf stehe ein „profitables Unternehmen mit über sieben Milliarden Euro Umsatz“. Als Zugabe wirbt Koch mit einem Paket von 65 Immobilien. Die Metro wolle sich künftig auf das Großhandelsgeschäft konzentrieren.

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