Freitag

Erfolgreiche Aktion vor der Metro-Hauptversammlung heute in Düsseldorf

Bericht vom 15.02.2019

Ver.di besucht die Metro-Hauptversammlung

Mehrere Beschäftigte von real und auch andere ver.dianer haben auf der heutigen Metro-Hauptversammlung
für Aufmerksamkeit gesorgt. Mit Masken von Olaf Koch und einem großen Transparent platzierten sie sich vor dem Eingang der Metro-Hauptversammlung und begrüßten die ankommenden Aktionäre mit ihren Forderungen.
Die Flächentarifverträge des Einzelhandels müssen endlich wieder für alle Beschäftigten gelten. Der weiter angewendete Tarifvertrag mit dem Verein DHV mit fast 25 % niedrigeren Entgelten ist ein anhaltender Skandal. Zudem erwarten die Kolleginnen und Kollegen, dass sie auch nach einem Verkauf in einem gemeinsamen Unternehmen verbleiben und nicht zerschlagen werden. Auch von Seiten der Aktionäre gab es durchaus den einen oder anderen Zuspruch zu diesen Erwartungen. Dies muss nun auch bei der Geschäftsführung ankommen. Bislang werden die Beschäftigten allerdings über ihre Zukunft im Dunkeln gehalten.
Nun müssen die Kolleginnen und Kollegen auch in der anstehenden Tarifrunde weiter Druck auf das Unternehmen ausüben und sich gemeinsam in ver.di organisieren. Nur so können die genannten Forderungen auch wirklich durchgesetzt werden.

Dienstag

Gebhard und Töns unterstützen Real-Beschäftigte

Bericht vom 12.02.2019

Die SPD-Abgeordneten Heike Gebhard, MdL und Markus Töns, MdB haben sich in einem Gespräch mit dem Betriebsratsvorsitzenden von Real Gelsenkirchen, Thomas Moczarski, und ver.di-Sekretär Michael Sievers über die Situation der Real-Beschäftigten informiert.



Seit sich die Metro AG aus der Tarifbindung mit ver.di zurückgezo- gen hat, sind die Bruttolöhne von neu eingestellten Beschäftigten im Tochterunternehmen Real um ca. 24% niedriger – bei gleichzeitiger Erhöhung der Wochenarbeitszeit von 37,5 auf 40 Stunden in NRW. Der geplante Verkauf der Real-Märkte an einen bisher noch nicht be- kannten Investor schürt weitere Ängste, weil es dann auch zu Ände- rungen bei Altverträgen kommen könnte. Schon jetzt sind die Ver- dienste zu gering für ein auskömmliches Leben im Alter.
Heike Gebhard und Markus Töns erklärten ihre Solidarität mit den REAL-Beschäftigten. „Wir stellen uns entschlossen gegen jede Form der Aushöhlung von Tarifverträgen oder Lohndumping und unterstüt- zen die Protestaktionen der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter“, so Markus Töns.
„Wir erwarten von einem Käufer der Real-Einzelhandelskette, dass der ver.di-Tarifvertrag für alle Beschäftigten dauerhaft angewandt wird“, ergänzt Heike Gebhard.
Die beiden Abgeordneten setzen sich dafür ein, dass die Möglichkeit der Allgemeinverbindlichkeitserklärung von Tarifverträgen verbessert wird und fordern ein Bundestariftreuegesetz sowie weitere Maßnah- men zur Erhöhung der Tarifbindung.