Mittwoch

Ursula Schulte kritisiert Tarifflucht bei real

Die Supermarktkette real plant, ihre Mitarbeiter künftig mit schlechteren Arbeitsverträgen auszustatten. Dort wird versucht, der Tarifbindung zu entgehen und den Wettbewerb im Einzelhandel auf Kosten der Beschäftigten auszutragen. Das betrifft auch die Filialen in Bocholt und Rhede. Die SPD-Bundestagsabgeordnete Ursula Schulte aus Vreden hat sich dort persönlich über die Situation der Beschäftigten informiert. Der Metro-Konzern hat bekannt gegeben, die Handelskette verkaufen zu wollen. So fürchten die Beschäftigten nicht nur um ihren Job. Sie stehen gleichzeitig unter dem Druck, dass die Warenhauskette für einen potentiellen Käufer auf Kosten der Beschäftigten attraktiv gemacht werden soll.  

Ursula Schulte kritisiert die Pläne des Unternehmens scharf: „Tarifflucht und Lohndumping sind keine Lösung für die wirtschaftlichen Probleme des Einzelhandels. Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter sollten als wichtige Ressource und nicht als lästiger Kostenfaktor betrachtet werden“, so die Abgeordnete. 

Gemeinsam mit den SPD-Bundestagsabgeordneten erklärt sie sich solidarisch mit den bundesweit 34.000 Beschäftigten bei real. Sie appellieren an das Unternehmen, die Verhandlungen mit der Dienstleistungsgewerkschaft ver.di wieder aufzunehmen und eine Allgemeinverbindlichkeitserklärung der Tarifverträge im Einzelhandel nicht weiter zu blockieren. Ursula Schulte will auch Märkte im Kreis Coesfeld besuchen, um mit den dortigen Betriebsräten zu sprechen. 

Die Bundestagsabgeordnete stellt fest: „Das unbefristete Arbeitsverhältnis muss wieder zur Regel werden. Sachgrundlose Befristungen und Kettenverträge gehören abgeschafft.“

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