Sonntag

ver.di Mitgliederversammlungen in NRW

Bericht vom 23.09.2018

Wir wollen über die aktuelle Situation bei real berichten. Die Ankündigung seitens der Metro "real" zu verkaufen, wirft eine Menge Fragen auf.


Termine:


30.09.2018 Dortmund
08.09.2018 Detmold
09.10.2018 Bielefeld
10.10.2018 Paderborn
14.10.2018 Essen
14.10.2018 Düsseldorf
14.10.2018 Köln
14.10.2018 Bonn
14.10.2018 Bochum
21.10.2018 Wuppertal
25.10.2018 Kamp-Lintfort

Mitglieder erhalten in diesen Tagen die Einladung zur den Versammlungen. Solltet ihr keine Einladung erhalten, nehmt einfach Kontakt zu eurer Sekretärin oder eurem Sekretär auf.

Du bist noch kein Mitglied? Dann bitte hier klicken.

Mittwoch

Neue Billiglöhne bei „Real“: Abstieg auf Raten

Fernsehbericht vom 06.09.2018

Die Warenhauskette „Real“ will neuen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern künftig deutlich weniger Lohn bezahlen als bisher. Was das Unternehmen „wettbewerbsfähige Entgeltstrukturen“ nennt, bedeutet für viele Angestellte schlicht Armut: Meist nur in Teilzeit beschäftigt, leben viele jetzt schon am Existenzminimum; künftig werden noch mehr Verkäuferinnen und Kassiererinnen zusätzlich Arbeitslosengeld II beantragen oder mit Nebenjobs um ihre Existenz kämpfen. Ein Beispiel für den alltäglichen sozialen Abstieg in Deutschland, der längst auch politische Folgen hat.



DGB - Aktion gegen Lohndumping bei real

Morgens 10 Uhr in Coesfeld: Der DGB-Ortsverband ist schon früh auf den Beinen und sammelt fleissig Unterschriften gegen Lohndumping bei der Firma Real!




Dienstag

Metro soll Verantwortung für die real-Beschäftigten übernehmen

Pressemitteilung vom 14.09.2018

Im Zusammenhang mit dem Verkauf des SB Warenhauses Real durch die Metro AG hat die Vereinte Dienstleistungsgewerkschaft (ver.di) heftige Kritik am Management des Metro-Konzerns geübt. „Erst haben die Beschäftigten auf Lohn verzichtet, um das Unternehmen zu retten, dann hat das Unternehmen den bis dahin gültigen Tarifvertrag geschreddert, und nun soll Real verkauft werden. Wir erwarten, dass die Metro AG wenigstens jetzt Verantwortung für die 34.000 Beschäftigten übernimmt“, erklärte Stefanie Nutzenberger, ver.di Bundesvorstandsmitglied.

„Falsche Entscheidungen und Konzepte des Managements haben in der Vergangenheit die Werthaltigkeit des Unternehmens massiv gefährdet. Unser Interesse ist es, dass Real als Ganzes an ein seriöses Unternehmen verkauft wird, das verantwortungsvoll mit der Belegschaft umgeht“, so die Gewerkschafterin. „Man muss kein Prophet sein um festzustellen, dass der Real-Verkauf im Metro-Konzern anscheinend schon lange eine Rolle spielt. In diesem Zusammenhang sehen wir auch die kompromisslose Alles-oder-Nichts-Strategie der Konzernleitung bei den vergangenen Tarifverhandlungen. Die Kündigung des Sanierungstarifvertrages und damit der Beschäftigungs- und Standortsicherung stellt sich uns heute als Vorbereitung für den Verkauf des Unternehmens dar“, so Nutzenberger.

Es reiche nicht, „die Braut auf Kosten der Beschäftigten zum Verkauf aufzuhübschen.“ Die Betroffenen brauchten sichere Arbeitsplätze und keine Dumpinglöhne“. Dass in SB-Warenhäusern die ver.di-Tarifverträge eingehalten werden, zeigten andere große Player der Branche. Es müsse wieder Ruhe bei Real einkehren, anstatt die Beschäftigten weiter zu gängeln. „Mit einem neuen Investor, der eine motivierte Belegschaft schätzt und auf eine sichere Zukunft mit Tarifverträgen setzt, kann das gelingen“, sagte Nutzenberger.

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Pressekontakt
Günter Isemeyer
ver.di-Bundesvorstand
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Fax: 030/6956-3001
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