Freitag

ver.di Brief für unsere Mitglieder bei real,-

Der real,- Mitgliederbrief informiert euch darüber, welche Ziele die Metro AG mit dem
Ausstieg von real,- aus der Tarifbindung verfolgt.

Gleichzeitig möchten wir in Abstimmung mit dem Gesamtbetriebsrat deutlich machen, was wir als ver.di von dem Ansinnen des Arbeitgebers halten, einen so genannten Haustarifvertrag abzuschließen.

Kurz gesagt: Überhaupt nichts.
Und das hat viele Gründe.


Fairness und Respekt gehen anders
Der Wechsel des Unternehmens real,- in eine Mitgliedschaft ohne Tarifbindung (OT) bei den Arbeitgeberverbänden ist ein erneuter Versuch, die Einkommen der Beschäftigten im Unternehmen abzusenken. Dieser Wechsel in die OT-Mitgliedschaft bedeutet, dass die gerade erfolgten Tariferhöhungen für den Einzelhandel in Höhe von 2,5 Prozent und die zweite Tarifanhebung im Jahr 2016 in Höhe von 2,0 Prozent nicht mehr für die Beschäftigten von real,- gelten. Das ist ein unfairer Griff in die Taschen aller Beschäftigten.

Für eine Verkäuferin in Vollzeit bedeutet dies zum Beispiel in den nächsten zwei Jahren einen finanziellen Nachteil von rund 2.000 Euro im Vergleich zu einer Verkäuferin beim Kaufhof oder bei Kaufland. Die konkreten Nachteile in Bezug auf deinen Verdienst kannst du beim Betriebsrat erfragen. Nutze die Möglichkeit der Sprechstunde oder vereinbare einen konkreten Termin.

Hände weg vom Kugelschreiber! 
Auf jeden Fall gilt unser dringender Rat: Hände weg vom Kugelschreiber, wenn der Arbeitgeber irgendeine Vereinbarung mit dir treffen will!

Warum, das erklären wir im aktuellen real,- Mitgliederbrief, den ihr euch hier als PDF herunterladen könnt.

Donnerstag

Die Märchenstunde ist vorbei!

Durchsage an die real,- Geschäftsführung: Wer Märchen sät, wird kreative Gegenaktionen ernten!

Zum Beispiel mit unserem neuen Plakat, das die Aussagen des Arbeitgebers Lügen straft:



















Ohne Rückkehr in den Tarif sieht es düster aus

Denn entgegen der Behauptungen, trotz Ausstieg aus der Tarifbindung sei für die Beschäftigten alles in Butter, drohen den Beschäftigten schmerzhafte Verluste von beinahe 2.000 Euro in zwei Jahren!

Lasst uns gemeinsam gegensteuern: Dieses Plakat könnt ihr herunterladen, im nächsten Copyshop ausdrucken und verbreiten!

Mittwoch

real,- steht vor einem heißen Herbst

Die Fronten sind verhärtet: Seit real,- die Tarifbindung aufgekündigt haben, sind sich
Geschäftsführung und Arbeitnehmervertretungen keinen Schritt näher gekommen.

ver.di-Forderungen nach Rückkehr in den Tarif lässt die Metro-Tochter unbeantwortet. Wohl auch deshalb, weil es keinen Spielraum dafür gibt.

Kürzlich stellte Metro-Chef Olaf Koch noch zufrieden fest, dass die Zahl der Streiktage bei real,- im Vorjahresvergleich deutlich gesunken sei. Doch im September wird sich das wohl ändern, es drohen Streiks und Proteste der Beschäftigten.

ver.di stuft sie als "notwendig" ein. Die Gewerkschaft will real,- zur Rückkehr in die Tarifbindung bewegen.

Schon jetzt gibt es vereinzelte Aktionen. Etwa in Grevenbroich, wo Beschäftigte in der vergangenen Woche vor einem Markt eine Menschenkette gebildet hatten, um Kundinnen und Kunden auf ihr Problem aufmerksam zu machen.

Zum vollständigen Artikel der Lebensmittelzeitung.net (Printversion LZ 34 vom 21.08.2015)

Montag

Bundesweite Unterschriftensammlung

In einer bundesweiten Unterschriftensammlung fordern die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter den Chef des Mutterkonzerns Metro Olaf Koch auf, "die Tarifbindung an die Flächentarife des Einzelhandels unverzüglich wiederherzustellen. Wir brauchen jeden Euro für uns und unsere Familien."

Tatsächlich bedeutet die Tarifflucht und damit die Nichtzahlung der zwischen den regionalen Arbeitgeberverbänden und ver.di vereinbarten Tariferhöhungen einen Verlust von bis zu 2.000 Euro pro Kopf.

Hier ein Beispiel aus dem Böblinger real,- Markt, wie die Beschäftigten im Betrieb dazu aufgefordert werden können, ihre Unterschrift zu leisten:

Seid dabei und helft mit bei unserer Unterschriften-sammlung! Verteilt die Unterschriftenliste in eurem Betrieb und informiert eure Kolleginnen und Kollegen zu dieser Aktion!

Unter "Material" findet ihr weitere Vorlagen Hilfsmittel für eure Aktionen. 

Freitag

Haustarifvertrag ist eine Mogelpackung

Moritz Braukmüller

Die Verantwortlichen von Metros SB-Warenhaustochter real,- trommeln weiter für einen Haustarifvertrag, ein weiteres Flugblatt der Arbeitgeber ist im Umlauf. ver.di sagt dazu laut und deutlich "Nein", weil ein Haustarifvertrag alle Schleusen öffnen und die Sicherheit der Flächentarifverträge aushebeln würde.

Dann droht unmittelbar eine Kürzung der Sonderzahlungen, des Urlaubsanspruchs, der Zuschläge für Spät- und Nachtarbeit sowie eine Verlängerung der Wochenarbeitszeit ohne Lohnausgleich.

Wichtig zu wissen: Gegenwärtig ist real,- trotz des Wechsels im Arbeitgeberverband in die Mitgliedschaft ohne Tarifbindung (OT) weiterhin an den Manteltarifvertrag und – soweit eigenständig geregelt – an die Tarifverträge zum Urlaubs- und Weihnachtsgeld gebunden. Diese Form der Tarifbindung ergibt sich aus dem Tarifvertragsgesetz (Nachbindung).

Ein Haustarifvertrag macht aus Sicht der Beschäftigten nur Sinn, wenn er Regelungen festschreibt, die über dem Niveau des Flächentarifvertrages liegen. Das aber ist es garantiert nicht, was die Geschäftsführung und der Metro-Konzern wollen.

"Damit dürfte klar sein, warum wir – auch in Abstimmung mit dem Gesamtbetriebsrat – dem Arbeitgeber dazu eine klare Absage erteilt haben", heißt es in einem Brief von ver.di an alle bei real,- beschäftigten Mitglieder. Die Rückkehr des Unternehmens in die Tarifbindung der Flächentarife des Einzelhandels erfordere einen langen Atem:  "Es bedarf vielfältiger Aktionen bis hin zum Streik, um den Kessel unter Dampf zu halten und den Druck zu erhöhen".

Lest dazu mehr in unserem Mitgliederbrief!


Wir wollen den Kessel unter Dampf halten

Peter von Bechen  / pixelio.de

Die Flucht von real,- aus der Tarifbindung schlägt hohe Wellen: "real,- steht vor einem heißen Herbst" schätzt die in Fachkreisen viel gelesene "Lebensmittelzeitung" die Situation aktuell ein.

Proteste der Beschäftigten und ihrer Gewerkschaft ver.di unter dem Slogan "Zurück in die Zukunft: Voller Tarif" haben bereits in der Sommerhitze begonnen. So gab es bei real,- in Grevenbroich (NRW) kürzlich eine Menschenkette; der Markt in Mülheim-Hafen wurde am 20. August bestreikt. Weitere betriebliche und öffentliche Aktionen werden überall im Land vorbereitet.

Scharf protestiert haben in einem offenen Brief an den Arbeitsdirektor die Aufsichtsratsmitglieder Rainer Kuschewski, Suzana Tedesco und Heino-Georg Kassler (alle ver.di): Offener Brief der Gewerkschaftsvertreter im Aufsichtsrat der real,- SB-Warenhaus GmbH

Mach mit, schreib deine Meinung, sag uns deine Ideen, beteilige dich an Aktionen!

Mittwoch

Deutlicher Verlust durch Tarifflucht von real,-

Fast 2.000 Euro weniger in zwei Jahren.
Am 14.07.2015 wurde mit den tarifgebundenen Arbeitgebern im HBB eine beachtliche Einigung in der Tarifrunde erzielt. Nicht von der Partie: die Tarifbremser von real,-

An die Betriebsräte und TK-Mitglieder von real,- in Berlin. Den Brandenburgern (leider) zzt. nur zur Kenntnis.

Liebe Kollegin, lieber Kollege!
Unter diesem Text findest du ein Flugblatt und ein Plakat für real Berlin. Am Montag (10.8.) werden wir die Plakate für jeden Betrieb in Berlin drucken lassen. Gleiches gilt für das Flugblatt. Beides erhaltet ihr dann in Kürze per Post in den Betrieb.

Unsere Bitte: die Plakate aushängen am Schwarzen Brett, die Flugblätter an Mitglieder und Beschäftigten verteilen.

Leider können wir für Brandenburg Vergleichbares noch nicht liefern. Bekanntlich konnten wir am 15. Juli 2015 keinen Tarifabschluss erreichen. Wir haben uns auf den 31. August 2015 vertagt. Dann sehen wir weiter.

Bitte dran bleiben: Mehr Mitglieder - mehr Durchsetzungskraft - mehr Chancen auf gute Tarifbindung! Es kommt auf dein Engagement an!