Freitag

Haustarifvertrag ist eine Mogelpackung

Moritz Braukmüller

Die Verantwortlichen von Metros SB-Warenhaustochter real,- trommeln weiter für einen Haustarifvertrag, ein weiteres Flugblatt der Arbeitgeber ist im Umlauf. ver.di sagt dazu laut und deutlich "Nein", weil ein Haustarifvertrag alle Schleusen öffnen und die Sicherheit der Flächentarifverträge aushebeln würde.

Dann droht unmittelbar eine Kürzung der Sonderzahlungen, des Urlaubsanspruchs, der Zuschläge für Spät- und Nachtarbeit sowie eine Verlängerung der Wochenarbeitszeit ohne Lohnausgleich.

Wichtig zu wissen: Gegenwärtig ist real,- trotz des Wechsels im Arbeitgeberverband in die Mitgliedschaft ohne Tarifbindung (OT) weiterhin an den Manteltarifvertrag und – soweit eigenständig geregelt – an die Tarifverträge zum Urlaubs- und Weihnachtsgeld gebunden. Diese Form der Tarifbindung ergibt sich aus dem Tarifvertragsgesetz (Nachbindung).

Ein Haustarifvertrag macht aus Sicht der Beschäftigten nur Sinn, wenn er Regelungen festschreibt, die über dem Niveau des Flächentarifvertrages liegen. Das aber ist es garantiert nicht, was die Geschäftsführung und der Metro-Konzern wollen.

"Damit dürfte klar sein, warum wir – auch in Abstimmung mit dem Gesamtbetriebsrat – dem Arbeitgeber dazu eine klare Absage erteilt haben", heißt es in einem Brief von ver.di an alle bei real,- beschäftigten Mitglieder. Die Rückkehr des Unternehmens in die Tarifbindung der Flächentarife des Einzelhandels erfordere einen langen Atem:  "Es bedarf vielfältiger Aktionen bis hin zum Streik, um den Kessel unter Dampf zu halten und den Druck zu erhöhen".

Lest dazu mehr in unserem Mitgliederbrief!


1 Kommentar:

  1. Ich habe diesen Monat 100,00 Euro weniger als Gehalt als im Vormonat. Im Lohnbüro wurde mir gesagt: "Der Tarifvertrag gelte jetzt für alle nicht, auch nicht für die Leute die 2002 eingestellt worden." Sie sagten , wir hätten eine Sondervertrag.

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