Donnerstag

Corona-Krise: ver.di begrüßt Verzicht auf Sonntagsöffnung

Bericht vom 19.03.2020


Die Vereinte Dienstleistungsgewerkschaft (ver.di) begrüßt die Entscheidung der vier großen Lebensmitteleinzelhändler (Edeka, Rewe, die Schwarz-Gruppe und Aldi), die durch die Landesregierung genehmigte Sonntagsöffnung vorerst nicht zu nutzen. 




„Die Beschäftigten im Einzelhandel leisten in der derzeitigen Corona-Krise Außergewöhnliches und werden durch die Situation extrem belastet, wie auch andere Beschäftigte in Bereichen der kritischen Infrastruktur. Diese Anforderungen zehren an der Gesundheit der Kolleginnen und Kollegen, die in all diesen Bereichen tätig sind. Sie arbeiten am Limit. Daher ist es von großer Bedeutung, die Arbeitsfähigkeit zu erhalten. Im Sinne der Versorgungssicherheit für die Bevölkerung mit Lebens- und Drogerieartikeln ist es besonders wichtig, den Gesundheitsschutz im Blick zu haben und beispielsweise auch Pausenzeiten zu beachten. Beschäftigten brauchen einen Tag der Ruhe in der Woche, um sich von der Belastung erholen können“, so die Fachbereichsleiterin für den Handel in Nordrhein-Westfalen, Silke Zimmer.
 „Die Geschäfte bieten den Kundinnen und Kunden werktags ausreichend Zeit, die Einkäufe über den ganzen Tag verteilt zu tätigen. Daher begrüßen wir es, dass die vier großen Lebensmitteleinzelhändler erklärt haben, die Sonntagsöffnung vorerst nicht nutzen zu wollen. Selbstverständlich steht für alle die Versorgung der Bevölkerung und die Warenverfügbarkeit an erster Stelle und ist täglich neu zu bewerten“, ergänzte der stellvertretende ver.di-Landesbezirksleiter Frank Bethke.

Samstag

Das lässt Orhan Akman, Bundesfachgruppenleiter Einzelhandel bei der Gewerkschaft Verdi, nicht gelten.

Bericht vom 06.03.2020

Das lässt Orhan Akman, Bundesfachgruppenleiter Einzelhandel bei der Gewerkschaft Verdi, nicht gelten. „Nach Ansicht des Wirtschaftsministeriums ist die Real-Übernahme eine Sache der Kartellbehörden“, sagte er Business Insider. „Aber hinter diesem Argument versteckt sich Peter Altmaier.“ Seine Forderung: „Man darf nicht Tausende Real-Angestellte zum Spielball von Unternehmen machen.“

"Ich glaube nichts, was derzeit gesagt wird"

Bericht vom 06.03.2020


"Ich glaube nichts, was derzeit gesagt wird"
Doch SCP wird gewiss andere Pläne für Real haben, als die German Angst zu betreuen - doch wie diese aussehen, weiß eben keiner. "Ich glaube nichts, was derzeit gesagt wird", heißt die Strategie von Orhan Akman, bei Verdi Bundesfachgruppenleiter Einzelhandel. Das dürfte richtig sein. Denn nachdem bereits Mittwoch bekannt wurde, dass SCP sieben Real-Häuser schon bis Mitte 2021 schließen will (Bamberg, Deggendorf, Augsburg, Papenburg, Rheine, Bad Sobernheim und Wildau bei Berlin), sollte jedes Statement des neuen Eigentümers mit Vorsicht quittiert werden.

"Wirtschaftsminister Peter Altmeier versteckt sich!

Bericht vom 06.03.2020

Doch diese Argumentation lässt Verdi-Gewerkschafter Akman nicht gelten. „Nach Ansicht des Wirtschaftsministeriums ist die Real-Übernahme eine Sache der Kartellbehörden. Aber hinter diesem Argument versteckt sich Peter Altmaier.“ Seine Forderung: „Man darf nicht Tausende Real-Angestellte zum Spielball von Unternehmen machen.“

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Donnerstag

Ver.di fordert SCP, real und AHD zu Tarifverhandlungen auf

Bericht vom 04.03.2020

Mit Schreiben vom 03.04.2020 hat die Dienstleistungsgewerkschaft ver.di SCP, real und den AHD zur Tarifverhandlungen aufgefordert. Ver.di möchte zeitnah die Tarifbindung wieder herstellen und einen Beschäftigungs- und Standortsicherungstarifvertrag abschließen.

Mittwoch

Real-Verkauf „bitterer Tag“

Bericht vom 19.02.2020

Real-Verkauf „bitterer Tag“ – ver.di kritisiert Metro-Management und Wirtschaftsministerium – jetzt nachhaltige Lösungen schaffen

Den Verkauf der Supermarktkette Real an die SCP Group hat die Vereinte Dienstleistungsgewerkschaft (ver.di) als „bitteren Tag für die Real-Beschäftigten“ bezeichnet.
Stefanie Nutzenberger
„Das Metro-Management mit Olaf Koch an der Spitze lässt sich für die Vernichtung von wahrscheinlich mehr als 10.000 Arbeitsplätzen feiern und das Bundeswirtschaftsministerium sieht tatenlos zu, wie tausende Menschen in die Arbeitslosigkeit getrieben und Arbeitsbedingungen im Einzelhandel geschliffen werden“, erklärte ver.di-Bundesvorstandsmitglied Stefanie Nutzenberger. „Der Metro-Konzern streicht 300 Millionen ein, während den Arbeitslosen wieder einmal auf Kosten der Gesamtgesellschaft geholfen werden muss“, sagte die Gewerkschafterin.
Die Situation bei Real hätten nicht die Beschäftigten, sondern das Manage- ment herbeigeführt. „An die soziale Verantwortung von Unternehmen kann man nur appellieren. Beim Metro-Konzern sehen wir sie derzeit nicht. Jetzt kommt es auf die Erwerber an, Verantwortung für die 34.000 Beschäftigten und ihre Familien zu übernehmen und mit ver.di tragfähige Lösungen für eine sichere Zukunft zu finden. Die Übernahmen müssen tarifvertraglich ge- staltet werden“, forderte Nutzenberger.