Donnerstag

Tarif kommt von aktiv!

Bericht vom 04.06.2019

Aktive Ver.di-Mitglieder verbuchen Erfolg!


Aktive Gewerkschaftsmitglieder haben Gespräche mit der SPD Landesfraktion NRW und Bundestagsabgeordnete (wir berichteten) geführt. Diese kamen in einem Gespräch mit der Unternehmensleitung nicht mehr aus dem Staunen heraus!


In diesem Gespräch wurde sehr schnell klar, das hier mit einem festen Fahrplan gearbeitet wird. Man hat gemerkt, das die Antworten alle gut einstudiert wurden und nicht von den bereits veröffentlichten Erklärungen abwichen. Im Zusammenhang mit der Fremdvergabe von Teilen der Kassenzonen an Fremdfirmen, wurde mit einem „Modell“ begründet. So wolle man sich vor Streiks im Bereich der Kasse schützen. Zum wichtigen Thema „Verkauf von real“ wollte man sich nicht äußern.  Ob die "Braut" in den letzten Jahren nur „aufgehübscht“ wurde um das Unternehmen gut zu verkaufen, wurde nicht kommentiert, aber auch nicht dementiert. 

Durch die enge Zusammenarbeit zwischen Politik und ver.di, konnten der Unternehmensleitung Zugeständnisse abgerungen werden. Hierzu werden wir in den nächsten Tagen mehr berichten.

Mitglieder der SPD Landesfraktion NRW und die Ver.di Mitglieder verabredeten gestern, das Sie weiter Seite an Seite mit den Kolleginnen und Kollegen kämpfen werden.

Samstag

Kein Grund zur Entwarnung: Jetzt gemeinsam aktiv werden!

Bericht vom 15.05.2019

Unabhängig davon, wer letztlich den Zuschlag erhält, wir haben Forderungen!


Seit kurzem sieht vieles danach aus, als ob das Unternehmen real an ein Konsortium um den Immobilien-Investor Redos veräußert wird. Ein Grund zur Entwarnung ist das weder für die Beschäftigten und ihre Familien, noch für die betrieblichen Interessenvertretungen und ver.di.
In der zweiten Mai-Woche gab der Metro- Konzern bekannt, dass jetzt exklusiv mit diesem einen Interessenten verhandelt wird – die Gespräche mit dem gleichfalls auf Handelsimmobilien, aber eben auch nicht auf das operative Geschäft im Einzelhandel spezialisierten Unternehmen x+bricks liegen unter-dessen auf Eis.

Donnerstag

„Wir brauchen jetzt endlich Gewissheit“

Presseartikel vom 09.05.2019

Zerschlagung oder Fortführung? Die monatelange Käufersuche für die Handelskette Real geht in die entscheidende Phase. Wie die mehr als 32.000 Mitarbeiter den Poker um den Real-Verkauf erleben.


„Ist das die Ruhe vorm Sturm?“, fragt ein Real-Mitarbeiter bei Facebook. „Das ist kein Poker, es ist ein korruptes mafiöses Geschäftsgebaren“, wettert ein anderer. „Wann kommen die Verantwortlichen von Real ins Gefängnis?“, fragt gar ein Dritter.



Keine Frage, die Nerven liegen derzeit blank unter den mehr als 32.000 Beschäftigten der SB-Warenhauskette Real. Zu lange schon zieht sich der Verkaufsprozess hin. Im September 2018 hatte Olaf Koch, Chef des Real-Mutterkonzerns Metro, angekündigt, die Kette mit ihren deutschlandweit gut 280 Märkten zu veräußern. „Wir wissen, es gibt Interessenten“, sagte Koch. Zum Verkauf stehe ein „profitables Unternehmen mit über sieben Milliarden Euro Umsatz“. Als Zugabe wirbt Koch mit einem Paket von 65 Immobilien. Die Metro wolle sich künftig auf das Großhandelsgeschäft konzentrieren.

Aktiv für die AVE!

Unsere aktiven Kolleginnen und Kollegen für eine AVE in NRW!


Samstag

Ostereieraktion

Bericht vom 06.04.2019

Faule Eier gibt es vom Arbeitgeber


„Im Bezirk ver.di Mittleres Ruhrgebiet werden in den Märkten Langendreer und Herten Ostereier und eine Aktions-Postkarte verteilt. Die Botschaft: Wir wollen in gute Hände!

Auf der Rückseite der Karte steht:
„Die Forderung bleibt: real soll in gute Hände kommen. Falls ein Käufer aber doch versuchen will, euch faule Eier ins Nest zu legen, ist es wichtig Mitglied in einer starken Gemeinschaft zu sein!“

"Flucht in Dumping-Tarife muss ein Ende haben!"

Bericht vom 28.03.2019

Artikel von Andreas Rimkus MdB

Heute trafen sich der Düsseldorfer SPD-Parteivorsitzende und Bundestagsabgeordnete Andreas Rimkus und der Düsseldorfer SPD-Landtagsabgeordnete Markus Herbert Weske im Landtag mit Vertreterinnen des Düsseldorfer real-Betriebsrates und der Gewerkschaft verdi, um über die Situation der Beschäftigten bei real und den angekündigten real-Unternehmensverkauf durch den Mutterkonzern Metro zu sprechen. Für den Düsseldorfer real-Betriebsrat nahm unter anderem Isolde Droefke an dem Gespräch teil, verdi war unter anderem durch die für den Einzelhandel zuständige Gewerkschaftssekretärin Ina Oberländer vertreten.

Die Einzelhandelskette real beschäftigt über 30.000 Menschen. Seit sich der Metrokonzern aus der Tarifbindung mit verdi zurückgezogen hat und einen Dumping-Tarifvertrag mit der sogenannten „DHV-Berufsgewerkschaft“ eingegangen ist, sind die Bruttolöhne vieler Beschäftigter und der neu eingestellten Beschäftigten gegenüber dem verdi-Tarifvertrag rund 25% niedriger, bei gleichzeitiger Erhöhung der Wochenarbeitszeit von 37,5 auf 40 Stunden. Mit dem verdi-Tarifvertrag kommt eine Kassiererin in Vollzeit auf rund 2580,- Euro brutto im Monat, mit dem DHV-Tarifvertrag sind es nur noch 1900,- Euro. Es fehlen also monatlich 680,- Euro. Der DHV-Tarifvertrag wurde zudem mit dem Metro-nahen Arbeitgeberverband AHD ausgehandelt. In der Vergangenheit wurde der DHV von Gerichten sogar schon die Tariffähigkeit abgesprochen.
„Diese Dumping-Strategie des Metro-Konzerns kritisierten wir aufs Schärfste. Lohn- und Sozialdumping gefährdet den sozialen Frieden und bedeutet für viele Beschäftigte, dass sie zu ihrem Gehalt zusätzlich staatliche Aufstocker-Leistungen in Anspruch nehmen müssen, um ihren Lebensunterhalt bestreiten zu können. Damit finanziert letztlich die Allgemeinheit die Niedriglohn-Politik des Konzerns. Das ist ein sozial- und wirtschaftspolitischer Skandal“, so Andreas Rimkus und Markus Weske.
Der geplante Verkauf der real-Märkte an einen bisher noch nicht bekannten Investor führt zu weiterer Sorge bei den real-Beschäftigten. In Kürze soll wohl bekannt gegeben werden, welches Unternehmen die Real-Märkte übernehmen wird.
Andreas Rimkus und Markus Weske: „Wir erwarten von dem künftigen Eigentümer der real-Einzelhandelskette, dass der verdi-Tarifvertrag für alle heutigen und künftigen Beschäftigten dauerhaft angewendet wird. Die Flucht in Dumping-Tarife mit fragwürdigen Verbänden ist nicht nur sozial ungerecht, sondern auch ökonomisch falsch. Wir brauchen in Deutschland eine starke Binnenkonjunktur und eine Stärkung der Kaufkraft der breiten Bevölkerung. Dies gilt gerade für die wichtige Einzelhandelsbranche. Niedriglöhne sind zugleich der Einstieg in Altersarmut und führen in teuren Städten etwa dazu, dass Beschäftigte mit kleinem Gehalt sich die Mieten nicht mehr leisten können. Im Interesse der Beschäftigten bei real aber auch aus gesamtgesellschaftlichen Gründen erwarten wir ein Umdenken seitens des künftigen Eigentümers von real. Die SPD steht weiter an der Seite der Belegschaft!“