Samstag

Kein Grund zur Entwarnung: Jetzt gemeinsam aktiv werden!

Bericht vom 15.05.2019

Unabhängig davon, wer letztlich den Zuschlag erhält, wir haben Forderungen!


Seit kurzem sieht vieles danach aus, als ob das Unternehmen real an ein Konsortium um den Immobilien-Investor Redos veräußert wird. Ein Grund zur Entwarnung ist das weder für die Beschäftigten und ihre Familien, noch für die betrieblichen Interessenvertretungen und ver.di.
In der zweiten Mai-Woche gab der Metro- Konzern bekannt, dass jetzt exklusiv mit diesem einen Interessenten verhandelt wird – die Gespräche mit dem gleichfalls auf Handelsimmobilien, aber eben auch nicht auf das operative Geschäft im Einzelhandel spezialisierten Unternehmen x+bricks liegen unter-dessen auf Eis.

Donnerstag

„Wir brauchen jetzt endlich Gewissheit“

Presseartikel vom 09.05.2019

Zerschlagung oder Fortführung? Die monatelange Käufersuche für die Handelskette Real geht in die entscheidende Phase. Wie die mehr als 32.000 Mitarbeiter den Poker um den Real-Verkauf erleben.


„Ist das die Ruhe vorm Sturm?“, fragt ein Real-Mitarbeiter bei Facebook. „Das ist kein Poker, es ist ein korruptes mafiöses Geschäftsgebaren“, wettert ein anderer. „Wann kommen die Verantwortlichen von Real ins Gefängnis?“, fragt gar ein Dritter.



Keine Frage, die Nerven liegen derzeit blank unter den mehr als 32.000 Beschäftigten der SB-Warenhauskette Real. Zu lange schon zieht sich der Verkaufsprozess hin. Im September 2018 hatte Olaf Koch, Chef des Real-Mutterkonzerns Metro, angekündigt, die Kette mit ihren deutschlandweit gut 280 Märkten zu veräußern. „Wir wissen, es gibt Interessenten“, sagte Koch. Zum Verkauf stehe ein „profitables Unternehmen mit über sieben Milliarden Euro Umsatz“. Als Zugabe wirbt Koch mit einem Paket von 65 Immobilien. Die Metro wolle sich künftig auf das Großhandelsgeschäft konzentrieren.

Aktiv für die AVE!

Unsere aktiven Kolleginnen und Kollegen für eine AVE in NRW!


Samstag

Ostereieraktion

Bericht vom 06.04.2019

Faule Eier gibt es vom Arbeitgeber


„Im Bezirk ver.di Mittleres Ruhrgebiet werden in den Märkten Langendreer und Herten Ostereier und eine Aktions-Postkarte verteilt. Die Botschaft: Wir wollen in gute Hände!

Auf der Rückseite der Karte steht:
„Die Forderung bleibt: real soll in gute Hände kommen. Falls ein Käufer aber doch versuchen will, euch faule Eier ins Nest zu legen, ist es wichtig Mitglied in einer starken Gemeinschaft zu sein!“

"Flucht in Dumping-Tarife muss ein Ende haben!"

Bericht vom 28.03.2019

Artikel von Andreas Rimkus MdB

Heute trafen sich der Düsseldorfer SPD-Parteivorsitzende und Bundestagsabgeordnete Andreas Rimkus und der Düsseldorfer SPD-Landtagsabgeordnete Markus Herbert Weske im Landtag mit Vertreterinnen des Düsseldorfer real-Betriebsrates und der Gewerkschaft verdi, um über die Situation der Beschäftigten bei real und den angekündigten real-Unternehmensverkauf durch den Mutterkonzern Metro zu sprechen. Für den Düsseldorfer real-Betriebsrat nahm unter anderem Isolde Droefke an dem Gespräch teil, verdi war unter anderem durch die für den Einzelhandel zuständige Gewerkschaftssekretärin Ina Oberländer vertreten.

Die Einzelhandelskette real beschäftigt über 30.000 Menschen. Seit sich der Metrokonzern aus der Tarifbindung mit verdi zurückgezogen hat und einen Dumping-Tarifvertrag mit der sogenannten „DHV-Berufsgewerkschaft“ eingegangen ist, sind die Bruttolöhne vieler Beschäftigter und der neu eingestellten Beschäftigten gegenüber dem verdi-Tarifvertrag rund 25% niedriger, bei gleichzeitiger Erhöhung der Wochenarbeitszeit von 37,5 auf 40 Stunden. Mit dem verdi-Tarifvertrag kommt eine Kassiererin in Vollzeit auf rund 2580,- Euro brutto im Monat, mit dem DHV-Tarifvertrag sind es nur noch 1900,- Euro. Es fehlen also monatlich 680,- Euro. Der DHV-Tarifvertrag wurde zudem mit dem Metro-nahen Arbeitgeberverband AHD ausgehandelt. In der Vergangenheit wurde der DHV von Gerichten sogar schon die Tariffähigkeit abgesprochen.
„Diese Dumping-Strategie des Metro-Konzerns kritisierten wir aufs Schärfste. Lohn- und Sozialdumping gefährdet den sozialen Frieden und bedeutet für viele Beschäftigte, dass sie zu ihrem Gehalt zusätzlich staatliche Aufstocker-Leistungen in Anspruch nehmen müssen, um ihren Lebensunterhalt bestreiten zu können. Damit finanziert letztlich die Allgemeinheit die Niedriglohn-Politik des Konzerns. Das ist ein sozial- und wirtschaftspolitischer Skandal“, so Andreas Rimkus und Markus Weske.
Der geplante Verkauf der real-Märkte an einen bisher noch nicht bekannten Investor führt zu weiterer Sorge bei den real-Beschäftigten. In Kürze soll wohl bekannt gegeben werden, welches Unternehmen die Real-Märkte übernehmen wird.
Andreas Rimkus und Markus Weske: „Wir erwarten von dem künftigen Eigentümer der real-Einzelhandelskette, dass der verdi-Tarifvertrag für alle heutigen und künftigen Beschäftigten dauerhaft angewendet wird. Die Flucht in Dumping-Tarife mit fragwürdigen Verbänden ist nicht nur sozial ungerecht, sondern auch ökonomisch falsch. Wir brauchen in Deutschland eine starke Binnenkonjunktur und eine Stärkung der Kaufkraft der breiten Bevölkerung. Dies gilt gerade für die wichtige Einzelhandelsbranche. Niedriglöhne sind zugleich der Einstieg in Altersarmut und führen in teuren Städten etwa dazu, dass Beschäftigte mit kleinem Gehalt sich die Mieten nicht mehr leisten können. Im Interesse der Beschäftigten bei real aber auch aus gesamtgesellschaftlichen Gründen erwarten wir ein Umdenken seitens des künftigen Eigentümers von real. Die SPD steht weiter an der Seite der Belegschaft!“

"Hier werden bewusst Arbeitnehmer getäuscht!"

Bericht vom 27.03.2019

Facebookpost von MdL Volkan Baran


Heute morgen war ich beim Treffen der Betriebsräte von Real von Dortmund und Umgebung zu Besuch. Real gehört zur Metro-Gruppe und hat den Tarifvertrag mit Verdi gekündigt um die Realmärkte für einen möglichen Verkauf attraktiver zu machen. Das bedeutet, dass neue Mitarbeiter*innen oder aber Beschäftigte, die die Filiale gewechselt haben, verdienen deutlich weniger, als ihre anderen Kolleg*innen. Das ist ungerecht und muss geändert werden. Wir brauchen endlich eine Allgemeinverbindlichkeit von Tarifverträgen und eine Stärkung von DGB und DGB-nahen Gewerkschaften, damit arbeitgebernahe Gewerkschaften, wie die DHV keinen Zulauf mehr haben. Hier werden bewusst Arbeitnehmer getäuscht, das kann nicht so bleiben.

Jetzt anmelden !

Bericht vom 23.03.2019

Der Verkauf von real,- und seine tariflichen, betriebsverfassungsrechtlichen und individualrechtlichen Folgen

Termin: 08.05. - 10.05.2019

Themeninhalte:

Gemeinsame Analyse der Ausgangssituation im Unternehmen und im Betrieb

  • tarifrechtliche Situation
  • betriebsverfassungsrechtliche Situation
  • individualrechtliche Situation
Was will der Arbeitgeber? Was will der Erwerber?

Situation beim Erwerber 

Abgrenzung: Einzelrechtsnachfolge / Gesamtrechtsnachfolge, Share Deal versus Asset Deal

Prüfkriterien für das Vorliegen eines Betriebsübergangs

Rechtsfolgen des Betriebsübergangs für die Arbeitnehmer/innen.

Rechtsfolgen des Betriebsübergangs für die Betriebsräte.

Information und Anmeldung unter 030-2639989-24 (Yvonne Göbel)