Freitag

Tarifflucht bei real: „Wir müssen zusammenstehen“

Bericht vom 27.02.2019

Der Handelskonzern Metro will seine Supermarktkette real verkaufen und hat vor rund einem Jahr die Tarifgemeinschaft mit ver.di verlassen. Seitdem gelten die wesentlich schlechteren Tarifbedingungen der Kleingewerkschaft DHV. 
Die deutschlandweit rund 32.000 Beschäftigten sorgen sich wegen der Verkaufsabsichten um ihre Zukunft und sind stinksauer über das Vorgehen ihres Arbeitgebers. Gemeinsam mit ver.di kämpfen die Kolleg*innen für eine Verbesserung ihrer Lage.

Ein Hamburger Betriebsrat, der wegen der schwierigen Situation anonym bleiben möchte, berichtet.


Wie ist die Situation bei Euch aktuell?
Über uns allen hängt diese verdammte Unsicherheit, was da kommen mag. Keiner weiß, wie es mit real nach einem Verkauf weitergeht. Gleichzeitig schürt der Arbeitgeber Druck und Angst. Auslaufende Verträge werden nicht verlängert oder eben nur zu den neuen, schlechteren Konditionen. Alles Weitere regelt sich ja dann bei Betriebsübergang. Da besteht der Bestandschutz nur ein Jahr und es gibt Wege, das zu umgehen. Den Schuh muss sich real also nicht mehr anziehen.
Was hat sich an Arbeitszeit und Bezahlung geändert?
Vollzeit hat sich von 37.5 Stunden auf 40 Wochenstunden erhöht. Die Bezahlung ist dabei im Schnitt 23 Prozent niedriger. Die neuen Kolleginnen und Kollegen haben keine Möglichkeiten, dies über die Zeit durch Aufstieg in eine höhere Tarifgruppe zu ändern. Denn die gibt es nicht mehr. Auch die Zuschläge sind deutlich zurückgegangen und es gibt generell nur befristete Verträge. Das erzähle ich inzwischen schon automatisch und emotionslos. Man muss es nicht kommentieren, um klarzumachen, wie fürchterlich das ist.
Trotzdem akzeptieren viele die neuen Bedingungen.
Nicht jeder neue Kollege oder neue Kollegin ist sich überhaupt bewusst, dass er oder sie unter viel schlechteren Bedingungen arbeitet als andere, die schon länger da sind. Einige lassen sich auf die neuen Bedingungen ein, zum Beispiel damit ihr befristeter Vertrag verlängert oder entfristet wird. Sie wechseln also ganz bewusst und aus Mangel an Alternativen in die schlechteren Anstellungsbedingungen. Diese Kolleginnen und Kollegen hadern schon sehr mit sich und der gesamten Situation.

"Seid aufmerksam. Interessiert euch. Und handelt direkt und zusammen, wenn ihr bemerkt, dass sich euer Unternehmen allein auf eure Kosten zu bereichern versucht"


Und die anderen?
Den vor dem Ausstieg aus der Tarifbindung eingestellten Mitarbeiter/innen wurde von real ein Bestandsschutz gewährt. Sie werden inzwischen wieder nach Tarif bezahlt bei vollem Weihnachts- und Urlaubsgeld. Das war in den letzten drei Jahren nicht der Fall. Da das aber außerhalb des Tarifvertrags geschieht, weiß man nicht, wie lange das so beibehalten wird.
Du bist misstrauisch?
Ich stelle mir seit der Zusage zum Bestandschutz einige Fragen. Warum? Warum zu jenem Zeitpunkt? Warum in drei Etappen über den Sommer hinweg bis in den Herbst hinein verteilt? Sollte uns das besänftigen, ablenken, unsere Solidarität kompromittieren und uns von möglichen Streiks abzuhalten? Genau zu dem Zeitpunkt als sich real entschloss, sich selbst zunächst an sein eigenes Tochterunternehmen zu verkaufen, um sich dann, durch die gesenkten Personalkosten attraktiver für mögliche Käufer, ganz zum Verkauf zu stellen? Wer sich jetzt noch an den alten Bedingungen erfreuen kann und unbefristet eingestellt ist, ist aber genauso verunsichert. Wenn der Betriebsübergang durch ist, real also verkauft ist, können diese Kolleg/-innen auch neue Verträge zu den schlechteren Bedingungen angeboten bekommen. Die Alternative wird dann sein: friss oder stirb.
Für euch als Betriebsräte ist das keine leichte Situation
Wir müssen unseren Kolleg/-innen sehr komplexe Dinge erklären, das ist oft schwierig. Da muss man auch mal Extraschichten einlegen. Die Fragen und Unsicherheiten sind wirklich breit gefächert. Es gibt auch immer wieder Missverständnisse, die man aufklären muss. Wichtig ist erstmal zu zeigen, dass wir da sind und das ohne Einschränkung für alle. Die Geschichte hat gezeigt, dass Arbeiter kämpfen und zusammenstehen müssen, sonst werden sie immer wieder übervorteilt. Von allein passiert da nichts.
Ihr werdet also gemeinsam weiterkämpfen?!
Errungenschaften der Vergangenheit sind schnell weg, wenn man nichts tut – so wie die Tarifbindung. Das haben wir jetzt schmerzlich erfahren müssen. Aber dass es möglich ist, Arbeitsbedingungen zum Positiven zu verändern, haben uns vergangene Generationen doch immer wieder gezeigt. Wir müssen das verteidigen, wir müssen darauf aufbauen. Wir haben das Werkzeug dazu, es mangelt höchstens an Mut und Elan. Deswegen rufe ich unseren Kolleg/-innen und allen anderen, die in solchen Situation sind, zu: Wartet nicht immer bis ihr nur noch reagieren könnt. Seid aufmerksam. Interessiert euch. Und handelt direkt und zusammen, wenn ihr bemerkt, dass sich euer Unternehmen allein auf eure Kosten zu bereichern versucht.

Erfolgreiche Aktion vor der Metro-Hauptversammlung heute in Düsseldorf

Bericht vom 15.02.2019

Ver.di besucht die Metro-Hauptversammlung

Mehrere Beschäftigte von real und auch andere ver.dianer haben auf der heutigen Metro-Hauptversammlung
für Aufmerksamkeit gesorgt. Mit Masken von Olaf Koch und einem großen Transparent platzierten sie sich vor dem Eingang der Metro-Hauptversammlung und begrüßten die ankommenden Aktionäre mit ihren Forderungen.
Die Flächentarifverträge des Einzelhandels müssen endlich wieder für alle Beschäftigten gelten. Der weiter angewendete Tarifvertrag mit dem Verein DHV mit fast 25 % niedrigeren Entgelten ist ein anhaltender Skandal. Zudem erwarten die Kolleginnen und Kollegen, dass sie auch nach einem Verkauf in einem gemeinsamen Unternehmen verbleiben und nicht zerschlagen werden. Auch von Seiten der Aktionäre gab es durchaus den einen oder anderen Zuspruch zu diesen Erwartungen. Dies muss nun auch bei der Geschäftsführung ankommen. Bislang werden die Beschäftigten allerdings über ihre Zukunft im Dunkeln gehalten.
Nun müssen die Kolleginnen und Kollegen auch in der anstehenden Tarifrunde weiter Druck auf das Unternehmen ausüben und sich gemeinsam in ver.di organisieren. Nur so können die genannten Forderungen auch wirklich durchgesetzt werden.

Dienstag

Gebhard und Töns unterstützen Real-Beschäftigte

Bericht vom 12.02.2019

Die SPD-Abgeordneten Heike Gebhard, MdL und Markus Töns, MdB haben sich in einem Gespräch mit dem Betriebsratsvorsitzenden von Real Gelsenkirchen, Thomas Moczarski, und ver.di-Sekretär Michael Sievers über die Situation der Real-Beschäftigten informiert.



Seit sich die Metro AG aus der Tarifbindung mit ver.di zurückgezo- gen hat, sind die Bruttolöhne von neu eingestellten Beschäftigten im Tochterunternehmen Real um ca. 24% niedriger – bei gleichzeitiger Erhöhung der Wochenarbeitszeit von 37,5 auf 40 Stunden in NRW. Der geplante Verkauf der Real-Märkte an einen bisher noch nicht be- kannten Investor schürt weitere Ängste, weil es dann auch zu Ände- rungen bei Altverträgen kommen könnte. Schon jetzt sind die Ver- dienste zu gering für ein auskömmliches Leben im Alter.
Heike Gebhard und Markus Töns erklärten ihre Solidarität mit den REAL-Beschäftigten. „Wir stellen uns entschlossen gegen jede Form der Aushöhlung von Tarifverträgen oder Lohndumping und unterstüt- zen die Protestaktionen der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter“, so Markus Töns.
„Wir erwarten von einem Käufer der Real-Einzelhandelskette, dass der ver.di-Tarifvertrag für alle Beschäftigten dauerhaft angewandt wird“, ergänzt Heike Gebhard.
Die beiden Abgeordneten setzen sich dafür ein, dass die Möglichkeit der Allgemeinverbindlichkeitserklärung von Tarifverträgen verbessert wird und fordern ein Bundestariftreuegesetz sowie weitere Maßnah- men zur Erhöhung der Tarifbindung.

Donnerstag

Sabine Poschmann - Solidarität mit den Real-Beschäftigten

Bericht vom 24.01.2019

Dortmunder Bundestagsabgeordnete kritisiert Tarifflucht und Lohndumping


„Sich den niedrigeren Löhnen einiger privatisierter Lebensmittel-Einzelhändler nach unten hin
anzupassen, ist – auch angesichts des Fachkräftemangels – keine zukunftsträchtige Strategie." kritisiert die Dortmunder Bundestagsabgeordnete die Entscheidung der Metro-Tochter Real, sich aus der Tarifbindung mit ver.di zurückzuziehen. „Seitdem sind die Bruttolöhne von neu eingestellten Beschäftigten um ca. 24% niedriger – bei gleichzeitiger Erhöhung der Wochenarbeitszeit von 37,5 auf 40 Stunden“, erklärt Poschmann.
Die Zukunft der mehr als 30.000 Beschäftigten der Einzelhandelskette Real stehe auf dem Spiel. Dies betreffe auch die drei Filialen in Dortmund. Daher traf Poschmann am gestrigen Mittwoch den Betriebsratsvorsitzenden der Real-Filiale in Oespel, Holger Honings, weitere Betriebsräte von Real, u.a. aus der Filiale in Eving, sowie Karsten Rupprecht, zuständig für den Bereich Einzelhandel bei ver.di Westfalen, um über die aktuelle Lage zu beraten.
„Die Ungleichbehandlung der Beschäftigten führt zu einer erheblichen Verschlechterung des Arbeitsklimas. Wir fürchten, dass es eine dauerhafte Absenkung der Löhne geben wird und der geplante Verkauf der Real-Märkte die Situation noch weiter verschärft“, zeigen sich Honings und Rupprecht besorgt.
Poschmann kritisiert die Pläne des Unternehmens scharf: „Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter dürfen nicht länger als lästiger Kostenfaktor betrachtet werden. Von einem Käufer der Real-Einzelhandelskette erwarte ich, dass der verdi-Tarifvertrag für alle Beschäftigten dauerhaft angewandt wird.“ 
Bei Real zeige sich wieder einmal sehr deutlich, dass eine Erhöhung der Tarifbindung notwendig sei, folgert die Dortmunderin aus der aktuellen Situation. „Ich unterstütze den Vorschlag von Hubertus Heil, tarifgebundene Unternehmen bei Steuern oder öffentlichen Aufträgen besser zu stellen als nicht tarifgebundene Unternehmen.“
In der kommenden Woche wird die Abgeordnete die Lage bei Real auch mit Arbeitgebervertretern besprechen.

Mittwoch

Ursula Schulte kritisiert Tarifflucht bei real

Die Supermarktkette real plant, ihre Mitarbeiter künftig mit schlechteren Arbeitsverträgen auszustatten. Dort wird versucht, der Tarifbindung zu entgehen und den Wettbewerb im Einzelhandel auf Kosten der Beschäftigten auszutragen. Das betrifft auch die Filialen in Bocholt und Rhede. Die SPD-Bundestagsabgeordnete Ursula Schulte aus Vreden hat sich dort persönlich über die Situation der Beschäftigten informiert. Der Metro-Konzern hat bekannt gegeben, die Handelskette verkaufen zu wollen. So fürchten die Beschäftigten nicht nur um ihren Job. Sie stehen gleichzeitig unter dem Druck, dass die Warenhauskette für einen potentiellen Käufer auf Kosten der Beschäftigten attraktiv gemacht werden soll.  

Ursula Schulte kritisiert die Pläne des Unternehmens scharf: „Tarifflucht und Lohndumping sind keine Lösung für die wirtschaftlichen Probleme des Einzelhandels. Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter sollten als wichtige Ressource und nicht als lästiger Kostenfaktor betrachtet werden“, so die Abgeordnete. 

Gemeinsam mit den SPD-Bundestagsabgeordneten erklärt sie sich solidarisch mit den bundesweit 34.000 Beschäftigten bei real. Sie appellieren an das Unternehmen, die Verhandlungen mit der Dienstleistungsgewerkschaft ver.di wieder aufzunehmen und eine Allgemeinverbindlichkeitserklärung der Tarifverträge im Einzelhandel nicht weiter zu blockieren. Ursula Schulte will auch Märkte im Kreis Coesfeld besuchen, um mit den dortigen Betriebsräten zu sprechen. 

Die Bundestagsabgeordnete stellt fest: „Das unbefristete Arbeitsverhältnis muss wieder zur Regel werden. Sachgrundlose Befristungen und Kettenverträge gehören abgeschafft.“

Freitag

Real-Satire vor dem Amtsgericht Tübingen

Bericht vom 03.01.2019

Wegen seiner Beteiligung an einer Solidaritätsaktion mit Beschäftigten eines Tübinger Real-Supermarktes stand das DGB-Kreisvorstandsmitglied Tobias Kaphegyi am 2. Januar 2019 vor dem Tübinger Amtsgericht. Am Ende wurde das Verfahren gegen Zahlung von 300 Euro Geldauflage an den Tübinger Arbeitslosen-Treff eingestellt. Die gut 100 Prozessbesucher*innen demonstrierten praktische Solidarität und sammelten noch im Gerichtssaal 435 Euro. Nicht geklärt wurde, ob die Aufstellung zu einem Gruppenfoto mit Plakaten einer Anmeldung bei den Behörden bedarf.

Wegen eines angeblichen Verstoßes gegen das Versammlungsrecht – das Abhalten einer unangemeldeten Versammlung am 13. Juli 2018 – hatte die Tübinger Staatsanwaltschaft Kaphegyi einen Strafbefehl über 1.400 € geschickt. Dagegen setzte sich der Gewerkschafter zur Wehr, es kam zur Verhandlung – bei der die Prozessbeobachter/innen zeitweise den Eindruck hatten, an einem Gewerkschaftsseminar zur Durchführung von Aktionen teilzunehmen.
„Der Horror ist real“, las Amtsrichter Lutz Epple im vollbesetzten Tübinger Schwurgerichtssaal aus einem der verteilten Flugblätter vor. Hintergrund ist der Ausstieg der SB-Warenhauskette Real, einer Tochter des Metro-Konzerns, aus der Tarifbindung des Einzelhandels. Für Real-Beschäftigte, die nicht bei ver.di organisiert sind, deren befristeter Vertrag ausläuft oder die neu in den Betrieb eintreten, bedeute das einen plötzlichen Lohnverlust von bis zu 30 Prozent des bisherigen Gehalts, so der Tübinger DGB-Kreisverband.
Der Angeklagte und zwei als Zeugen geladene weitere Aktionsteilnehmer schilderten auf Nachfrage von Amtsrichter Epple, wie sie Flugblätter und Transparente von der Internetseite arbeitsunrecht.de heruntergeladen hatten und am Aktionstag unter den wachsamen Blicken der auf dem Parkplatz patrouillierenden Wachleute einzeln und unauffällig – mit Einkaufswagen – in den Real-Markt gingen und die Flugblätter dort in Regalen verteilten. Das sei 30 bis 40 Minuten gut gegangen, dann habe man Hausverbot bekommen und den Supermarkt verlassen. Man habe sich auf dem Gehweg kurz beraten, dann die Plakate aus den Autos geholt und sich zu viert zu einem Abschlussfoto auf einer Verkehrsinsel aufgestellt, schilderte Kaphegyi den Ablauf vor Gericht.
Als drei der Teilnehmer kurz darauf wegfahren wollten, habe die vom Marktleiter herbeigerufene Polizei ihr Auto blockiert. Als sie ihre Personalien angaben, verlangte ein Polizist noch den Namen eines Verantwortlichen – sonst könne man sie auch mit auf die Wache nehmen. Kaphegyi hatte es eilig, weil er seine Kinder aus der Kita abholen musste, und sagte den Polizisten: „Wenn Sie unbedingt jemand brauchen, dann nehmen Sie mich.“ Er war sich sicher, nichts Unrechtes getan zu haben. „Und“, sagt Kaphegyi, „ich habe die Polizisten als nötigend empfunden.“
Beim Prozess sagte ein als Zeuge geladener Kriminalkommissar aus, man habe die Webseite des Vereins „Arbeitsunrecht in Deutschland“ beobachtet und dort von möglichen Aktionen beim Real-Markt in Tübingen-Weilheim erfahren. Am Vormittag sei deshalb eine Streife vorbeigeschickt worden, die Beamten hätten allerdings nichts festgestellt.
Vor dem Prozess hatten Gewerkschaftsvertreter bei einer Kundgebung vor dem Gerichtsgebäude kritisiert, dass es überhaupt zu einem Verfahren gekommen sei: „Wenn man sich nicht mehr für drei Minuten mit einem Plakat für ein Foto hinstellen kann, ohne dass die Polizei einen hinterher am Wegfahren hindert, sollte man seine Personalien nicht abgeben, dann ist das der Missbrauch des Versammlungsrechts, um gegen legitime gewerkschaftliche Protestaktionen vorzugehen“, sagte IG-Metall-Gewerkschaftssekretär Ralf Jaster vor Verhandlungsbeginn. ver.di-Bezirksgeschäftsführer Benjamin Stein kündigte weitere Streiks im Handel und auch bei der Supermarktkette Real an: Man wolle weiter verhindern, dass die Mitarbeiter Lohneinbußen bis zu 30 Prozent hinnehmen müssten. Wer sich für faire Löhne einsetzt, gehöre nicht vor Gericht, sagte der Tübinger Sozialethiker Prof. Matthias Möhring-Hesse: Das Tarifvertragssystem sei keine Banalität, sondern eine der tragenden Säulen der sozialen Ordnung im Land.