Mittwoch

100 Jahre Tarifvertrag - WDR-Bericht vom 07.11.2018

Bericht vom 07.11.2018

Vor 100 Jahren vereinbarten Arbeitgeber und Arbeitnehmer, dass alle Arbeitnehmer nach gemeinsam ausgehandelten Tarifverträgen bezahlt werden. Doch das gilt heute nicht mal mehr für die Hälfte aller Arbeitnehmer. Wieso?

ver.di im Bundesministerium für Arbeit und Soziales

Delegation macht auf prekäre Situation der Beschäftigten bei real,- aufmerksam.

Bericht vom 07.11.2018

Um auf die extrem schwierige Situation der Beschäftigten bei real,- und den immer stärker werdenden Druck auf alle Beschäftigten im Einzelhandel noch einmal aufmerksam zu machen, hat sich eine ver.di-Abordnung am 30. Oktober 2018 beim Bundesministerium für Arbeit und Soziales Gehör verschafft.

Stefanie Nutzenberger, Bundesvorstandsmitglied und Bundesfachbereichsleiterin im Handel, machte bei dem Treffen deutlich, dass für die rund 34.000 vorwiegend weiblichen Beschäftigten ein politisches Eingreifen unumgänglich ist.
Die anwesenden Kolleginnen und Kollegen haben im Ministerium eindringlich dargestellt, dass die Beschäftigten vor Ort in eine bedrohliche Situation geraten aufgrund derart existenzgefährdender Pläne von Seiten des real,- Managements, sich der Tarifbindung zu entziehen und damit die Personalkosten zu drücken.
Die Betriebsräte stoßen dadurch an betriebsverfassungsrechtliche Grenzen. Spaltung, Druck und Verunsicherung sowie geringere Entgelte für Neueingestellte sind die Folge dieses Vorgehens von real,-.
Außerdem wurde betont, dass das äußerst widersprüchliche Verhalten von real,- in den Verhandlungen als gezielter Schachzug zu verstehen ist, sich zu Lasten der Beschäftigten zu sanieren.
Weiterhin wurde deutlich, dass Outsourcing und Shop-in-Shop-Konzepte zwischenzeitlich gängige Probleme für die Beschäftigten im Einzelhandel darstellen und welche Brisanz die Entwicklungen bei real,- für die gesamte Branche hat.
Ein tariflicher Schutz aller Beschäftigten im Handel ist deshalb verbindlich nur durch die Allgemeinverbindlichkeit der Flächentarifverträge möglich.
Von Seiten des Ministeriums wurde politische Unterstützung zugesagt. Ein Treffen mit dem Minister für Arbeit und Soziales, Hubertus Heil, ist bereits in Planung.
All das ist dringend notwendig, denn hier müssen Grenzen gesetzt werden, damit die Gewerkschaftsrechte berücksichtigt und die demokratischen Rechte im Betrieb geachtet werden!

Also, Leute: Wenn nicht jetzt, wann dann? Organize now!

Dienstag

Programmhinweis für den 07.11.2018

100 Jahre Tarifvertrag


Bericht vom 06.11.2018

WDR - Markt ab 20:15 Uhr


Vor 100 Jahren vereinbarten Arbeitgeber und Arbeitnehmer, dass alle Arbeitnehmer nach gemeinsam ausgehandelten Tarifverträgen bezahlt werden. Doch das gilt heute nicht mal mehr für die Hälfte aller Arbeitnehmer. Wieso?

Mittwoch

ver.di-Delegation im Bundesministerium für Arbeit und Soziales


Bericht vom 31.10.2018

Der perfide Plan des Metro-Managements, der zu einer Spaltung der Belegschaft führt und letztlich Menschen in existenzielle Not treibt, darf von der Politik nicht einfach so hingenommen werden! Hier müssen Grenzen gesetzt werden, damit die Gewerkschaftsrechte berücksichtigt und die demokratischen Rechte im Betrieb geachtet werden!

Um auf die extrem schwierige Situation der real-Beschäftigten und den immer stärker werdenden Druck auf alle Beschäftigten im Einzelhandel noch einmal aufmerksam zu machen, hat sich eine ver.di-Abordnung am 30.10.2018 beim Bundesministerium für Arbeit und Soziales Gehör verschafft.

ver.di-Delegation für real,- im BMAS – v.l.n.r.: Sonja Austermühle, Björn Böhning (BMAS), Werner Klockhaus, Stefanie Nutzenberger, Susanne Meister, Detlef Lange und Silke Zimmer


Stefanie Nutzenberger, Bundesvorstandsmitglied und Bundesfachbereichsleiterin Handel, machte bei dem Treffen deutlich, dass für die ca. 34.000 vorwiegend weiblichen Beschäftigten ein politisches Eingreifen unumgänglich ist. Die anwesenden Kolleginnen und Kollegen haben im Ministerium eindringlich dargestellt, dass die Beschäftigten vor Ort bei derart existenzgefährdenden Plänen von Seiten reals, sich der Tarifbindung zu entziehen und damit die Personalkosten zu drücken, in eine bedrohliche Situation geraten. Die Betriebsräte stoßen wegen des Vorgehens von real an betriebsverfassungsrechtliche Grenzen. Spaltung, Druck und Verunsicherung sowie geringere Entgelte für Neueingestellte sind aufgrund des Vorgehens von real die Folge. Zudem wurde betont, dass das äußerst widersprüchliche Verhalten von real in den Verhandlungen als gezieltes Vorgehen zu verstehen ist, sich zu Lasten der Beschäftigten zu sanieren.

Weiterhin wurde deutlich, dass Outsourcing und Shop-in-Shop-Konzepte zwischenzeitlich ein gängiges Problem für die Beschäftigten im Einzelhandel darstellt und welche Brisanz die Entwicklungen bei real für die gesamte Branche hat. Ein tariflicher Schutz aller Beschäftigten im Handel ist deshalb verbindlich nur durch die Allgemeinverbindlichkeit der Flächentarifverträge möglich.

Von Seiten des Ministeriums wurde politische Unterstützung zugesagt. Ein Treffen mit dem Minister für Arbeit und Soziales, Hubertus Heil, ist in der Planung.


Montag

Tarifverträge im Einzelhandel NRW

Bericht vom 22.10.2018

Ein Seminar welches nicht gerade in diesen Tagen uninteressant sein dürfte:

Das Tarifvertragsrecht in Deutschland


Themenplan:
  • Überwachungspflicht gemäß § 80 Abs. 1 BetrVG
  • Funktion, Aufbau, Regelungsfelder und Zusammenkommen von Tarifverträgen
  • Tarifvorbehalt und Tariföffnungsklausel ; Bedeutung für die Arbeit des Betriebsrats
  • Das Verhältnis von Tarifverträgen zu Betriebsvereinbarungen
Weiter können weitere Themenfelder abgesprochen werden.

Anmeldung und Infos hier!

Donnerstag

ver.di Aktion zur Eröffnung neuer Markthalle führt zu Hausverboten

Bericht vom 18.10.2018

ver.di beglückwünscht real zur neuen Markthalle – und macht mobil gegen Tarifdumping!


Kleine Aktion mit großer Wirkung: Zwei Transporter mit Plakaten machten die ver.di-Kritik an den  bedeutet:
  • 600 Euro weniger bei Verkäuferinnen im 7.Berufsjahr monatlich
  • mehr als 1.000 Euro weniger Weihnachtsgeld
  • mehr als 600 Euro weniger Urlaubsgeld
  • 130 Stunden mehr Arbeit jedes Jahr

Dumpinglöhnen bei real deutlich. Passend zur Eröffnung der real-„Markthalle“ am 18.10. in der Otto-von Guerike-Straße wiesen sie daraufhin, was die Tarifflucht für die Beschäftigten

ver.di-Geschäftsführer Sebastian Wertmüller: „Das ist Kahlschlag!“


real war vorbereitet: Zwei Führungskräfte und acht übergriffige Sicherheitsleute versuchten sofort so massiv alle Aktivitäten zu verbinden, dass die zuständige ver.di-Sekretärin vor Ort die Polizei einschalten musste.
Es gab weitreichende Hausverbote für die ver.di Kollegen/innen, größere Teile des Gewerbegebietes einschl. der Straße wurden kurzerhand zu Privatgelände erklärt und ver.di-Aktivitäten dort untersagt.
ver.di kritisiert dieses Vorgehen: Erst gebe es für die neuen Beschäftigten von real Arbeitsbedingungen, die vielen nur bei ergänzendem Bezug von Hartz IV zum Leben reichten und dann dürfen die Kunden davon nicht einmal erfahren!
Wertmüller kündigt an: „Wir werden das Thema weiter auf der Tagesordnung halten, die Konzernmutter Metro muss Verantwortung für die 34.000 real-Beschäftigten übernehmen und sie zurück in den Einzelhandelstarifvertrag bringen.“
Das Vorgehen von real Braunschweig und dessen Verständnis von Informationsfreiheit werden man rechtlich prüfen.